Schießsport verbindet Jung und Alt – so auch bei den Burgschützen Ebermannsdorf. Mit viel Spaß und Gelächter wurde im Schützenheim ihr erstes „Wir ärgern uns net(t)!“-Spiel abgehalten. Und alle waren mit Begeisterung dabei.

Einmal im Quartal wird bei den Burgschützen Ebermannsdorf das Training beiseitegelegt und stattdessen ein Gaudischießen veranstaltet. Dabei geht es nicht darum, wer die meisten Ringe oder den besten Teiler hat – sondern um irgendetwas, das nichts mit dem leistungsorientierten Wettkampf zu tun hat. Es soll dabei die Gemeinschaft im Verein gestärkt werden – und das geht am besten mit Spaß. Meistens sieht sich die Schießleitung fragenden Gesichtern gegenüber, was denn dieses Mal gemacht wird. Doch nicht so beim letzten Quartalsschießen. Bereits Wochen vorher brachte 2.Schützenmeister Mathias Scheeler die Idee an, man könnte doch einmal gemeinsam „Wir ärgern uns net(t)!“ spielen. Das Spielfeld hierzu hatte er bereits während der Coronapause gebaut. Die Idee fand großen Anklang.

 

Schießleiterin Stefanie Kryschak mit Ideengeber Mathias Scheeler

 

Und so trafen sich die beiden Schießleiter mit dem Ideengeber, um aus der groben Idee einen ausgereiften Plan zu machen. Gespielt werden sollte nach den bekannten „Mensch-ärgere-dich-nicht“-Regeln. Mit der Änderung, dass geschossen statt gewürfelt wird. Eigens dafür wurde eine Würfelscheibe definiert. Diese hat statt den bekannten 10 Ringen nur 6 Ringe – ganz wie ein Spielwürfel. Dank der elektronischen Anlage war dies kein Problem. So konnte jeder Schütze direkt erkennen, was er denn „gewürfelt“ hatte und seinen Zug entsprechend machen. 

Mit großen Erwartungen gingen die Mannschaften an den Start. Es traten die Damen (Mannschaftsfarbe rot) gegen die Herren (blau) gegen die Jugend (gelb) an. Letztere versuchten zunächst, ohne Schießhosen und in normaler Jeans zu schießen. Schließlich ging es ja eigentlich um die Gaudi und das Zusammensein mit den anderen Vereinsmitgliedern als ums treffen. Recht schnell stellten sie jedoch fest, dass dies gar nicht so einfach ist, wenn man es einmal anders gewohnt ist. So wurde dann doch die komplette Bekleidung angelegt. Die darauf aufkommende Freude der Jugend und Ernüchterung der anderen Mannschaften, dass jetzt die 6er fielen (diese befanden sich in der Mitte der Scheibe) wich jedoch bald der Erkenntnis, dass auch niedrigere Zahlen gebraucht werden. Diese befanden sich am Rand der Scheibe und waren trotz Hosen nicht leicht zu treffen. Somit waren die Chancen auf den Sieg wieder gut ausgeglichen. 

Spätestens nach knapp 2 Stunden war dies jedem klar. Denn erst dann schaffte es die gelbe Mannschaft, als erste eine Spielfigur ins Häuschen zu bringen. Doch keinem kam es lang vor. Selbst die Mannschaftsmitglieder, die gerade nicht am Zug waren, fieberten eifrig mit. Und jubelten, wenn der Gegner geschmissen wurde. Das dadurch entstandene hin und her war für alle die größte Freude – und Lageweile kam gar nicht erst auf. 

Schließlich wurde es dann doch Zeit für die Mittagspause. Der Rollbraten, von Schützen- und Grillmeister Thomas Kryschak zubereitet, drehte bereits den ganzen Vormittag am Grill vor sich hin und war fertig. Also wurde das Spiel unterbrochen und man ließ es sich gemeinsam schmecken. 

Anschließend ging es mit Feuereifer zurück an den Schießstand. Lang dauerte es dann nicht mehr, bis der Sieger feststand. Die gelbe Mannschaft schaffte es als erstes, alle Figuren im Ziel zu haben. Doch die beiden verbleibenden Mannschaften gaben nicht nach und spielten weiter bis zum bitteren Ende. Das Duell um Platz 2 entschied nach einem spannenden Endspurt die rote Mannschaft für sich. 

Nach ungefähr 4,4 Stunden reiner Spielzeit lautete der Endstand also wie folgt: Die Jugend gewann vor den Damen, denen sich die Herren geschlagen geben mussten. Die stolze Siegermannschaft wurde auf einem Bild verewigt, das nun die Wand im Schützenheim ziert. Und alle von jung bis alt waren sich einig, dass sie schon lange nicht mehr eine solche Gaudi beim Schießen hatten und eine Wiederholung im nächsten Jahr auf jeden Fall sein muss.

 

 

Impressionen:

 

Die strahlende Siegermannschaft: Team gelb mit Lukas Weigert, Nicolas und Bastian Kryschak (von links nach rechts)

 

 

Jubel über gelungenen Spielzug

 

 

Mittagspause

 

 

Spielfeld

 

 

Endstand

 

 

Endstand