Chronik Vilstalwanderpokal für das 50 jährige Jubiläum

 

Zur Gründung des Vilstalwanderpokakschießen gibt es eine Vorgeschichte.

Der Ursprung war 1968 ein Freundschaftsschießen in Haselmühl mit den Vereinen Haselmühl, Theuern und Wolfsbach.

Der erste Pokal wurde damals von der Schützengesellschaft Edelweiß gestiftet.

1968 wurde in Ebermannsdorf ein Schützenverein gegründet der sich von Anfang an am Wettbewerb beteiligte.

Die Gründungsmitglieder Josef Lotter, Konrad Riedl und Rupert Fischer riefen im Frühjahr 1969 zur ersten Besprechung auf. Diese fand im Vereinsheim Haselmühl im „Gasthof zu Post“ statt. Im selben Jahr startete dann der Wettbewerb.

Hier nahmen folgende 8 Vereine teil: (Süd nach Nord)

  • Schützengesellschaft Schmidmühlen
  • Schützenverein Gut Ziel Vilshofen e.V.
  • Schützengesellschaft Vilstal Rieden e.V
  • Schützengesellschaft Edelweiß Wolfsbach e.V
  • Schützengesellschaft 1922 Theuern e.V.
  • Burgschützen Ebermannsdorf e.V
  • Freischütz Haselmühl
  • Schützengesellschaft Tell Kümmersbruck e.V. 1921

Das erste Schießen erfolgte in Rieden im Stelzer Keller mit 3 Schießständen. Hier wurde vom Nebenzimmer über 3 Röhren in die anschließende Scheune geschossen. Musik gab es aus der dahinter stehenden Musikbox.

In Schmidmühlen wurde aus dem Gastzimmer durch eine Küche in einen dahinter liegenden Raum geschossen.

In Vilshofen und Wolfsbach schoss man aus der Wirtsstube in ein angrenzendes Nebenzimmer. Auch hier war aus dem Hintergrund für beste Unterhaltung mit Witzen, Kartenspielern, Sängern und Schifferklavier gesorgt. (Das kann man sich heute nicht mehr vorstellen)

Es wurden nur die Mannschaften gewertet. Diese bestanden aus je 5 Schützen. Die besten 3 Schützen pro Mannschaft wurden gewertet. (Das ist auch derzeit noch so.)

Bei den jährlich stattfindenden Besprechungen wurde 1972 zusätzlich die Einzelwertung der Schützen in verschiedenen Klassen für getrennte Ring- und Blattlwertung eingeführt.

Bei der Mannschaft blieb es bei der bewährten Punktewertung, einer Kombination aus Ring- und Blattlwertung.

Im selben Jahr (1972) schieden die Schützenvereine Kümmersbruck und Schmidmühlen aus.

Kümmersbruck beteiligt sich nach 9 Jahren Abstinenz seit 1981 wieder am Wettbewerb.

Die Ausrichtung der jährlich stattfindenden Siegerehrungen wird abwechselnd bei den teilnehmenden Vereinen durchgeführt.

Der ursprünglich auf gesellschaftlicher Basis entstandene Wettbewerb nahm immer mehr sportlichere Züge an und wurde ab Mitte der 70er Jahren nach den Bestimmungen der „Sportordnung des DSB“ durchgeführt.

Um die Ehrenpreise für die Siegerehrung zu finanzieren wurde ein Startgeld pro teilnehmende Mannschaft erhoben.

(Die Wanderpokale wurden bisher immer von den Gemeinden gestiftet.)

Die Auswertung erfolgte manuell und erforderte einen sehr hohen zeitlichen und personellen Aufwand. Pro Verein waren 4-5 Personen erforderlich. Oftmals dauerte die Auswertung, die immer im Schützenheim Wolfsbach stattfand bis 1 Uhr Nachts.

1999 wurde das Gasthaus in Wolfsbach geschlossen und die Auswertung zog in das Schützenheim Rieden um.

(Auf einer Kur 1986 habe ich (Josef Spies) aus Langeweile ein Auswerteprogramm in BASIC geschrieben)

1986 wurde die Auswertung mit Computer eingeführt so dass sich der Zeitaufwand erheblich senkte.

Die vollständige Automatisierung der Auswertung erfolgte 10 Jahre später in den 90er Jahren durch ein Rechnerprogramm von Thomas Kryschak in Verbindung mit elektronischen Scheibenauswertegeräten. Mit 3 Auswertern stehen nun die Zwischen- und Endergebnisse nach ca. 2 – 3 Stunden fest. (Das gesellschaftliche leidet darunter sehr)

Da die meisten der Vereine nur 3 Schießstände hatten dauerte so ein Durchgang incl. Auswertung immer fast eine Woche.

Inzwischen hat jeder Verein ein eigenes Schützenheim mit mindestens 6-11 Ständen und den sportlichen Aktivitäten sind keine Grenzen gesetzt.

Derzeit schießen Herren- und Damenmannschaften, Schüler-, Jugend- und Seniorenklassen. Auch für Aufgelegtschützen gibt es einen Wettbewerb. Somit ist für jede Altersklasse die Teilnahme am Vilstalwanderpokal möglich.

Abschließend kann man sagen, dass dieser Wettbewerb ein kultureller, gesellschaftlicher und vor allem ein sportlicher wertvoller Beitrag für unsere Gesellschaft ist und somit förderungswürdig ist.

 

Erstellt: Josef Spies unter Mitwirkung von Josef Lotter, 10.11.2018